
Frankfurt Süd: Deutsche Bahn treibt Planungen für Brückenzüge und Bypass voran
Deutsche Bahn präsentiert Vertretenden aus Politik, Wirtschaft und Verbänden aktuellen Planungsstand nach Abschluss der Vorplanung • Neue Deutschherrnbrücke soll in östlicher Parallellage errichtet werden • Scoping-Beschluss des Eisenbahn-Bundesamtes liegt vor • Einbindung eines Gestaltungsbüros zur Ausgestaltung der Schallschutzwände
Im Rahmen der 2. Sitzung der Fachgruppe Frankfurt Süd informierte die Deutsche Bahn (DB InfraGO) über den aktuellen Stand der Planungen im Projektgebiet und gab den Abschluss der Vorplanung bekannt. Ziel des Vorhabens ist es, bestehende betriebliche Engpässe im Bahnverkehr im südlichen Zulauf des Knoten Frankfurt zu lösen sowie die Betriebsqualität nachhaltig zu verbessern und zusätzliche Kapazitäten für Fahrgäste zu schaffen.
Nun startet die vertiefte Entwurfsplanung, welche die Grundlage für eine genehmigungsfähige und umsetzungsreife Planung schafft. Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für den Bahnbetrieb werden die Maßnahmen am Schlachthofbrückenzug sowie am Deutschherrnbrückenzug priorisiert vorangetrieben.
Für den Ersatzneubau der Deutschherrnbrücke ist vorgesehen, das neue Bauwerk in östlicher Parallellage mit einem Abstand von rund zehn Metern zum Bestandsbauwerk zu errichten. Mit dieser Lösung wird der Bahnbetrieb während der Bauzeit für die Fahrgäste aufrechterhalten und zeitgleich eine leistungsfähige Infrastruktur für die Zukunft geschaffen.
Schallschutz soll die Anwohnenden entlang der Strecke entlasten
Parallel zur technischen Planung konkretisiert die DB die Konzepte für Schallschutz, Umwelt und städtebauliche Integration. Ein zentrales Ergebnis ist die Planung von sechs Meter hohen Schallschutzwänden an den Zuläufen zu den Brückenbauwerken, die zu einer spürbaren Entlastung für Anwohner:innen beitragen sollen.
Die konkrete Ausgestaltung vertieft sich in den kommenden Planungsschritten weiter. Aufgrund der hohen städtebaulichen Bedeutung der Maßnahme wird hierfür ein Gestaltungsbüro eingebunden, um die Schallschutzwände positiv in das Stadtbild zu integrieren und gleichzeitig die umweltfachlichen Anforderungen zu berücksichtigen.
Die Planung finden in enger Abstimmung mit der Stadt Frankfurt am Main statt.
Mit dem Scoping-Beschluss des Eisenbahn Bundesamtes ist ein wichtiger Meilenstein im Bereich Umwelt erreicht. Der Beschluss definiert, welche Untersuchungen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen sind.
Vorbereitung der Ersatzflächen für die Logistikbereiche an den Mainwasen
Im Zuge der weiteren Planung konkretisiert die DB auch die Bedarfe an Baulogistik und Flächen. Die Fläche der heutigen Sportplätze an den Mainwasen sollen als temporäre Baustelleneinrichtungsfläche genutzt werden. Parallel werden in Abstimmung mit der Stadt Frankfurt am Main Ersatzlösungen für die entfallenen Sportflächen, etwa im Bereich Kaiserlei, vorbereitet.
Die nächsten Schritte umfassen die weitere Präzisierung der Planung, die Erstellung notwendiger Fachgutachten sowie die Vorbereitung zentraler Entscheidungen – unter anderem zur Gestaltung des Deutschherrnbrückenzugs.
Die nächste Sitzung der Fachgruppe zur Vorstellung entsprechender Ergebnisse ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.
Die Unterlage zur Veranstaltung können Sie hier einsehen: